SONG INFOS

 
01.        Made in Kölle 
Ja, es stimmt: ich bin an einem 11. im 11. abends um 11 Uhr geboren worden (1952). In Köln-Lindenthal – also „Made in Kölle“. Die Höhner haben in den 90ern eine LP mit diesem Titel herausgebracht – allerdings ohne einen Song zu dem Thema. Da habe ich mir halt gedacht - na, dann schreib den doch einfach mal! Erschienen ist er 2020 auf unserer SCHMITZ-CD „Met einer Stemm“. Hier kommt er in einem komplett neuen rhythmischen Gewand daher.   
 
02.        Verzäll doch noch ens
Mein allererster Song, den ich für die Höhner geschrieben habe. Wie ich finde, eine sehr gelungene Geschichte über einen schon etwas betagteren Herrn namens Paul, der abends auf seinem Stammplatz in der Kneipe von den alten Zeiten in der Stadt Köln erzählt und seine Zuhörer mit seinen Erzählungen fasziniert. Der Song wurde direkt zum Titelsong unseres damaligen Longplayers erkoren. Natürlich hier in einer neuen Fassung.
 
03.        Lange Reis
Der Song entstand in den letzten Tagen meiner Zeit bei den Höhnern. Gesungen habe ich ihn zum ersten Mal bei meinem ersten Solo-Konzert im Jahr 2001 im Kölner Domforum. Danach verschwand er aus unerfindlichen Gründen für lange Zeit in der Schublade, bis ich ihn ihn zu meinem 50-jährigen Bühnenjubiläum im Kölner Senftöpfchen-Theater wieder hervorgekramt habe.
 
04.        Kumm loss mer fiere 
Einer DER Höhner-Hits seit 1991. Ich erinnere mich noch genau, wie ich das Lied irgendwo in einer Garderobe vor dem Auftritt meinen Kollegen vorgestellt habe und alle direkt davon sehr angetan waren. Hier wird der Song in einer sehr rockigen Version präsentiert, die prima passt. Und: er ist hier noch mal in voller Länge (mit allen Strophen)!
 
05.        Kölle weed wach
Ein früher Song für die Höhner. Man hört aus der Komposition gut meine Einflüsse heraus: aufwändige Chorsätze und interessante Gitarrenarbeit. Das Lied beschreibt die Stimmung, wie Menschen und Stadt langsam erwachen und das rege Treiben seinen Lauf nimmt.
 
06.        Karussells un bunte Büdcher
Das gibt es nur auf der Kimes! Man kann Schiffsschaukel, Riesenrad oder Wurfbuden förmlich riechen in diesem wunderbaren Lied. Eines, das ich früher auf der Bühne immer meiner Frau Marlene gewidmet habe. Inzwischen schlendern wir nur noch ohne das exessive Nutzen der Achterbahnen über den Kirmesparcour. Magenumdrehen muss nicht mehr unbedingt sein…..
 
 
07.        Sulang et dr Kopp noch deit
Mit zunehmendem Alter schwinden zwangsläufig die körperlichen Möglichkeiten – man will schon noch, aber es geht längst nicht mehr alles.
Ist aber halb so wild, solang die kleine Denkmaschine im Kopf noch funktioniert, und die alte Pumpe in der Brust noch Lust hat. Und so lange soll man das Leben genießen!
 
08.        Ming Stadt
Die Geschichte dieses Songs begann Mitte der 80er Jahre, als ich auf Einladung des irischen Truckers Mike Brown bei dessen Familie in Irland Urlaub machte. Mike nahm mich mit in Pubs in Dublin und ins Gaiety-Theatre, wo ich das erste Mal die Dubliners erleben durfte – unvergesslich! Und ich hörte zum ersten Mal einen Song, der mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte: „The Town I loved so well“ von Phil Coulter. Da dachte ich: davon muss es unbedingt eine kölsche Fassung geben! Wieder zu Hause angekommen, setzte ich mich hin und schrieb den kölschen Text dazu – „Ming Stadt“.
 
09.        Einfach lääve     
Aus meiner Zeit bei der KölschFraktion: ein wunderbares Original aus Irland, „Botany Bay“, in dem es ursprünglich um Seefahrer geht. Von mir mit einem kölschen Text versehen, der dazu aufruft, das Leben zu genießen, zu lachen und gemeinsam zu singen. Maht üch Freud, sulang et jeiht – et Levve duurt kein Iewichkeit …..
 
10.        Blieve
Und noch ein irisches Seefahrer-Shanty: im Original „Leave her Johnny, leave her“. Ich hatte mir von meinem ersten Irland-Besuch (s.o.) einfach willkürlich irgendeine Doppel-LP aus dem Schallplattenregal gegriffen, zum einen, weil es eine Live-Aufnahme war und das Cover mir gefiel. „The Makem & Clancy Concert“ von Tommy Makem und Liam Clancy, zwei absolute Heroen der irischen Musik, wie ich dann feststellte. Von dieser LP lernte ich, wie fantastisch die Iren auf der Bühne mit dem Publikum kommunizieren und es einbeziehen. Das versuchte ich dann ein wenig in die Höhner hineizuprojizieren (ist mir, glaube ich, auch gelungen). Von dieser LP habe ich so einiges an Songs ins Kölsche übertragen. Bei diesem Lied dauerte es am längsten, bis ich einen passenden Text gefunden hatte.
Aber es hat sich gelohnt!
Die vorliegende Fassung ist eingesungen vom Ensemble „Medden us dem Levve“: Wolfgang Nagel, Dirk Schnelle, Christoph Manuel Jansen, Mariam Weber, Michael Tamme und von mir.
 
11.        Ding Ding
Bob Dylan’s Zeile „You’ll go your way and I’ll go mine” – irgendwann kam mir der Gedanke: was würde das jetzt wohl ins Kölsche übersetzt heißen? Und dann kam ich drauf. Daraus wurde in  kölscher Mundart quasi so ne Art Fachchinesisch: "Do mähs jetz ding Ding, un ich mach ming Ding. Un jeder mäht jetz quasi einfach sing Ding...."
So einfach können Songthemen entstehen …
 
12.        Manchmol bovve, manchmol unge
Mein damaliger „Plaateboss“ Lutz Ilgner fragte mich, ob ich nicht für Marie-Luise Nikuta, die kölsche Mottoqueen, ein Lied zu ihrem 40-jährigen Bühnenjubiläum machen könnte. „Aber mach bitte was anderes – nicht in der Art wie sie es sonst so gewohnt ist!“ Und das größte Hindernis war, dass sie eigentlich immer nur ihre selbst verfassten Lieder sang.
Okay, dachte ich, dann soll es aber etwas sein, was mir selber auch gefallen muss! Mit diesem Anspruch ging ich an die Sache dran. Und siehe da – das Lied, was mir „aus der Feder geflutscht“ war, bestand auch vor meinen Ansprüchen. Und nicht nur das. Marie-Luise fand den Song auch so gut, dass sie ihn direkt in ihr Programm aufnahm. Es war mir eine Freude und Ehre! Hier nun endlich in meiner Fassung.
 
13.        Wie flöck jeiht doch et Johr
Ist doch irgendwie merkwürdig, oder? So ein Jahr kommt einem jedesmal arg erschreckend kurz vor. Kaum hät mr sich dran gewönnt – es et och ald widder eröm … Gerade noch stöhnt man unter der Sommerhitze, da kommt Franz Beckenbauer um die Ecke mit der Frage: „Ja, is denn scho wieder Weihnachten…?“ Schon längst türmen sich wieder die Süßigkeiten für die Festtage in den Supermarktregalen, machen das Internet mitsamt KI (Kölscher Intellijenz?) tausende Vorschläge, was man seinen Liebsten unter den Christbaum legen könnte – und unversehens sitzen wir mit der Familie mehr oder weniger friedlich gemeinsam beim Festessen am Tisch ….
 
14. Ich ben klein (Weihnachtsversion)
Und schon ist es wieder soweit: Der Nikolaus stattet der Familie Schmitz seinen alljährlichen Besuch ab. Und wehe, man ist nicht brav gewesen!! Selbst unserem Hund Robby ist nicht ganz geheuer, was da gerade passiert. Schon kommen schwere Schritte die Treppe hoch, die Türklingel läutet – und da steht er mitten in unserem Wohnzimmer und liest aus seinem großen goldenen Buch vor, was jeder von uns an Missetaten so verbrochen hat. Da braucht man schon eine sehr gute Ausrede, um den Mann mit dem großen weißen Bart und der roten Mütze zu besänftigen.
Und – diese Stimme – diese Schuhe – kommen die uns nicht irgendwie bekannt vor…?
 
15.        Agathe
Ein Loblied auf unsere treue Agathe: ihr war leider kein sehr langes Leben vergönnt, weil der Mensch anscheinend (auch) ein fleischfressendes Wesen ist. Und für viele unserer Mitbürger ist der Schmaus an Hillichovend nicht komplett, wenn nicht eine „arme Sau“ hat dran glauben müssen. Okay. - Ich halte mich an die Klöße.
 
16.        Minsche wie mir (Weihnachtsversion)
Unser „Integrationssong“ aus der Mitte der 90-er Jahre - hier kommt er mit einem von mir aufs Weihnachtsfest zugeschnittenen Text neu daher. Ob es zur damaligen Zeit Italiener, Griechen, Spanier oder Türken waren – oder ob es inzwischen um ganz neue, andere Nationalitäten geht: schon die alten Kölner Stadtsoldaten riefen den damaligen französischen Besatzern zu: „Hört op ze scheeße – seht ihr nit, dat he Minsche ston?!“ Und so war es damals und ist es doch auch noch heute: Wir bestehen doch nicht bloß aus unterschiedlichen Nationalitäten. Wir sind doch alle nur EINS: wir sind alle Menschen. Minsche wie mir. Ob wir das auch alle wirklich eines Tags begreifen werden?
 
17.        Türme vum Dom
Eines Tages kam unser Freund Carl-Friedrich Ingenmay mit einem wunderbaren Text um die Ecke und fragte uns, ob wir dafür nicht eine Musik auf Lager hätten? Damals hatte ich gerade eine Musik verfasst, zu der ich aber noch keine Textidee hatte. Ich nahm den Text mit zu mir nach Hause, und siehe da: es „mätschte“ ganz hervorragend (wie man heute auf neukölsch sagt). Carl-Friedrichs Text über den Weihnachtsabend, an dem Menschen neu auf die Welt kommen und zur gleichen Zeit Menschen die Erde verlassen, lebt in diesem Lied weiter. Do ben ich stolz drop!


SONGS US’M HOOT No.2 

01. Made in Kölle   3:40
Musik + Text: FM Willizil
HootSongs Musikverlag
02. Verzäll doch noch ens   4:17
Musik + Text: FM Willizil
Melodia Edition Hans Gerig
03. Lange Reis   3:40
Musik + Text: FM Willizil
HootSongs Musikverlag
04. Kumm loss mer fiere   3:43
Musik + Text: Willizil, Krautmacher, Fröhlich, Werner-Jates, Schöner
Roba Music Verlag Musikverlag
05. Kölle weed wach   3:48
Musik + Text: Willizil, Horn, Werner-Jates, Steinig, Fröhlich
Mascot Music
06. Karussels un bunte Büdcher   3:37
Musik: G.Lischka T.: I.Wojahn
Roba Music Verlag
07. Sulang et dr Kopp noch deit   3:46
M.+T.: FM Willizil
HootSongs Musikverlag
08. Ming Stadt   4:42
M.+T.: P.Coulter / Spez.T.: Willizil, Fröhlich, Steinig, Horn, Werner-Jates
Spirit Catalogue Holdings
09. Einfach lääve   2:17
T.+M.: FM Willizil
Dabbelju Musikverlag
10. Blieve   2:49
T.+M.: FM Willizil
Dabbelju Musikverlag
11. Ding Ding   3:17
T.+M.: FM Willizil
Papagayo Musikverlag
12. Manchmol bovve, manchmol unge   3:29
T.+M.: FM Willizil
Titania H.Gerig
13. Wie flöck jeiht doch et Johr   4:13
M.+T.: FM Willizil
Papagayo Musikverlag
14. Ich ben klein (Weihnachtsversion)   2:53
M.+T.: FM Willizil